Wie du Frieden mit deinen Emotionen schließen kannst

Hallo, ihr Lieben! :)

In den letzten Wochen habe ich mich gefragt, was uns daran hindert, uns selbst näher zu kommen, tiefer zu gehen und unser Selbst besser zu verstehen. Nach langem Grübeln bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass besonders am Anfang der Reise uns der folgende Faktor zurückhält:

Die Angst for negativen Gefühlen.

Schau mal: Uns wurde nie richtig beigebracht mit negativen Gefühlen umzugehen. Und jedes mal, wenn wir heutzutage Angst, Trauer, Sorgen etc. haben, fangen wir sofort an nach der Ursache zu suchen. Wir sind dann erleichtert und beinah froh, wenn wir den Grund erfasst haben. 

Oft hindert uns die Angst vor negativen Gefühlen daran, uns selbst näher zu kommen und tiefer zu gehen.
Andrej Uhrich

Vielleicht sagen wir dann:

• Ich fühle mich unsicher, weil mich auf der Arbeit niemand wertschätzt.
• Ich habe Existenzangst, weil ich mir einen neuen Job suchen muss.
• Ich mache mir Sorgen, weil mein Kind immer Blödsinn macht.

Oder wir sagen:

• Es liegt einfach in meinen Genen, dass ich mir Sorgen mache.
• Ich wurde halt so erzogen. Darum bin ich so vorsichtig und schüchtern.
• Ich wurde betrogen und darum habe ich Angst zu vertrauen.

Kurzum: Wir suchen die Ursachen in äußeren und inneren Umständen. Dann wissen wir ja, wo das Gefühl herkommt. Wir erlangen dadurch evtl. ein wenig mehr Übersicht, Stärke und Kraft.

Aber: Wir erschaffen damit auch ein noch größeres Problem. Tatsächlich bestärken wir dieses Gefühl. Wir festigen dieses Gefühl. Wir geben ihm Nahrung, um zu wachsen. Wir machen es Bestandteil von uns selbst. Wir geben dem Gefühl Kraft, Autorität und Entfaltungspotential. Wir erschaffen damit erst das wahre Problem.

Lass mich kurz erklären: Stimmst du mir zu, dass wir alle manchmal schlechte Tage haben und manchmal gute? Stimmst du mir zu, dass wir manchmal nicht wissen, warum wir bestimmte Gedankengänge und Gefühle wahrnehmen? Stimmt du zu, dass Gefühle und Gedanken oft arbiträr erscheinen?

Stell dir jetzt folgendes Experiment vor: Eine Person bekommt, ohne es zu wissen, ein Medikament. Dieses Medikament macht die Person nervös, ängstlich und vorsichtig. Jetzt geht die Person zum ersten Mal in ein Vergnügungspark voller Clowns.

Diese Person sucht jetzt nach der Ursache warum sie sich ängstlich und nervös fühlt. In ihrer Welt sind ganz klar die Clowns verantwortlich. Sie ist umgeben von Clowns und hat Angst. Als sie zu Hause ankommt, schwindet die Wirkung des Medikaments und sie fühlt sich besser.

Was würde jetzt passieren, wenn diese Person das nächste Mal (ohne Einfluss der Medikamente) in den Vergnügungspark voller Clowns geht? Richtig! Angst, Nervosität und Zurückhaltung!

Wir machen solche Verbindungen die ganze Zeit! Wir verurteilen unsere Innen- und Außenwelt. Denn die Gefühle kommen ganz klar von dort (Arbeitskollege, Partner, Lebensumstände etc.)!

Was ist aber, wenn die Person sich bewusst wäre, dass die Gefühle bloß eine Fluktuation des Lebens sind. Negative (und positive) Gefühle gehören zum Leben dazu. Sie entstehen in uns. Sie werden buchstäblich in uns produziert. Was würde geschehen, wenn die Person zu sich sagt:
„Ich empfinde Angst, Nervosität und Zurückhaltung! Und das ist okay! Diese Gefühle gehören zum Leben dazu. Diese Gefühle sind flüchtig! Ich produziere sie selbst und sie können mir nichts tun. Ich muss nicht kämpfen. Ich muss sie nicht beseitigen. Ich werde sie nur spüren. Ich werde sie lediglich wahrnehmen und dadurch mehr über mich lernen. Ich werde sie auch nicht festhalten. Diese Gefühle sind flüchtig!“ 

Stell dir vor, welchen Wachstumsschub du in deinem Leben bekommen würdest, wenn…

1. die negativen Gefühle nicht dein Leben bestimmen würden und
2. du niemanden (auch dich selbst nicht) für die negativen Gefühle verurteilen würdest

Wie würde dein Leben aussehen? Was würde sich verändern? Wie würdest du auf andere Menschen wirken? Welche Ziele würdest du dir setzen? Wie würdest du dein Leben gestalten?

Denk mal drüber nach. Wir brauchen nicht im Korsett zu leben; eingeschüchtert von unseren negativen Gefühlen. Diese Gefühle kommen und gehen. Sie sind flüchtig. Wir haben manchmal negative Gefühle! Na und? Das gehört zum Menschsein dazu! 

Alles Liebe
Andrej

P.S.  Die Inhalte meiner Artikel repräsentieren die individuellen Einsichten und Erfahrungen aus meinem Leben, aber auch meine Erkenntnisse und mein Wissen aus den Bereichen Coaching, Psychologie und Meditation. Ich habe dabei nie den Anspruch, dass meine Wahrheit auch deine sein muss! Mein Tipp: Nimm dir einen positiven Impuls für dein Leben heraus und verwerfe den Rest. Es geht hier schließlich um dich! Du weißt am besten, was dir gut tut ;)


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2 Comments on “Wie du Frieden mit deinen Emotionen schließen kannst”

  1. Gut geschrieben.
    Und ich wünschte mir, dass alles immer so einfach wäre:
    Ein Problem taucht auf, Andrej schreibt seine weißen Worte dazu und das Problem löst sich in Nullkommanix in Luft auf…
    Doch ganz so einfach macht es uns das Leben nicht- wir müssen schon selbst darauf achten, diese negativen Gefühle nicht allzu lange mit uns herum zu schleppen. Nicht singen „Guten Morgen, liebe Sorgen!“, denn das wäre die self-fulfilling prophecy.
    Nein, mein Gute-Laune-song heißt „Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag!“. Denn es gibt unendlich viel, für das ich dankbar bin. Und das eigentlich jeden Tag …

    1. Vielen lieben Dank für dein Kommentar. Ich finde es gut, dass du dies erwähnst. Ich persönlich bin ein großer Befürworter für Verantwortung für das Eigene zu übernehmen. Hierdurch können wir in der Tat viel bewegen und erreichen. Liebe Grüße aus Berlin

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