Was ist eigentlich real

Hallo, ihr Lieben! :)
 

Letztens lag ich im Bett und döste ein wenig vor mich hin. Ich dachte über die letzten Wochen nach. Wo war ich? Welche Menschen habe ich getroffen? Was habe ich Neues erfahren? Es war spannend zu sehen, wie mein Gehirn anfing Bilder zu produzieren und mich in diese Situationen reinzog. 

Doch dann plötzlich fing ich an zu analysieren und „Detektiv“ zu spielen: „Wer von diesen Personen mochte mich eigentlich wirklich?“, „Wer verhielt sich ‚echt‘? Wer unecht?“, „Wie werde ich wohl wahrgenommen?“ und so weiter…

Innerhalb kürzester Zeit hatte ich die atemberaubendsten Theorien geformt und Strategien für die Zukunft geschmiedet. Und dann…? Dann fing ich an zu lachen! In dem Moment ist mir nämlich Folgendes aufgefallen: (1) Wie nutzlos so etwas ist. (2) Wie lange ich so etwas nicht mehr gedacht habe. (3) Wie viel Zeit ich in meiner Vergangenheit mit so etwas verschwendet habe. 

Solche Gedanken können zwar amüsierend und unterhaltend sein, sie sind aber niemals echt. In solchen Gedanken kann man zwar abtauchen und sich verirren, sie spiegeln aber niemals die Wahrheit wieder. Man kann zwar Theorien, Einsichten und Strategien von solchen Gedanken ableiten, sollte sich aber immer bewusst sein, dass diese „Lösungen“ auf puren Gedankenspielen beruhen. Dies ist deine innere Illusion…  

Genau in diesem Punkt liegt, meiner Meinung, eines der größten Probleme unserer Gesellschaft. Wir wissen einfach nicht, was real ist!Andrej Uhrich

Als Kinder liebten wir diese Tatsache. Wir experimentierten, wir erforschten und es machte uns so viel Spaß. Wir waren Entdecker. Und wir wussten, dass es noch sehr, sehr viel zu entdecken gibt. Doch dann passierte etwas: Unser Leben wurde auf einmal ernster und wir merkten zum ersten mal Druck. Wir merkten den Druck das „Richtige“ zu machen (zu denken) und die Angst das „Falsche“ zu tun (zu denken). Wir mussten unsere Realität plausibel machen, sie musste übersichtlich sein und wir wollten sie kontrollieren. Als Kinder ließen wir uns fallen, jetzt wollten wir herrschen! 

Wir fingen an Konzepte und Strategien zu nutzen, um unser Leben, unser Persönlichkeit und unsere Zukunft zu gestalten. Auf diese Art und Weise formten wir uns unsere Realität. Wir packten die Welt in eine Box. In dieser Box befindet sich unsere, auf uns zugeschnittene Illusion über uns und die Welt. Diese Scheinwelt erfüllt eines unserer tiefen Wünsche: Sie gibt uns Sicherheit und Gewissheit über die Funktionsweise des Lebens. 

Aber irgendwie hat diese Strategie nicht geklappt! Komischerweise spüren wir immer noch diesen Druck und diese Angst. Warum? Weil wir nicht genau wissen, ob wir die richtige Scheinwelt (Realität) für uns gebaut haben. Vielleicht verstehen wir etwas nicht richtig? Vielleicht haben wir etwas falsch gemacht? Vielleicht haben wir etwas verpasst? 

Allein gelassen, ein wenig verloren und frustriert suchen wir nach weiteren Puzzleteilen, um unsere Realität zu vervollständigen. Religion, Spiritualität und Esoterik können tolle Zufluchtsorte sein, um die eigene Realität zu füllen. Aber auch Selbstexperimente, Observation und Introspektion können helfen, um das Realitätsbild besser zu verstehen. Es gibt verschiedene Strategien und ein Großteil aller Menschen verfolgen hierbei das falsche Ziel! 
 
Wir denken, dass wir durch mehr Informationen, eine genauere Realität konzipieren können.

 
Diese Aussage stimmt auch soweit, wenn wir uns in der Wissenschaft, Technik oder im Ingenieurwesen befinden. Aber diese Einstellung ist falsch, wenn wir über die Psychologie sprechen. Wir versuchen dann mit den gleichen Mitteln, nämlich mehr Gedanken bzw. bessere Gedankenkonstrukte, besser zu erfahren, was real ist und was nicht. Wir bauen dadurch also einen Extra-Filter auf, um die Realität besser zu wahrzunehmen? 

Meiner Meinung nach liegt die Lösung nicht darin, nach neuen Informationen zu suchen und diese in das bestehende Lebensbild zu integrieren, sondern mehr darin, die „Störfaktoren“ zu minimieren. 

Was wären Störfaktoren? Wenn ich nachts über meine sozialen Begegnungen nachdenke, dann ist dies definitiv ein Störfaktor. Dieser entfernt mich von dem was real ist. Diese Störfaktor bringt mich in eine erfundene Welt in meinem Kopf. Dies ist ein Schauspiel. Nicht mehr, nicht weniger. 

Störfaktoren sind Annahmen, Gedankenspiele, geistige Konstrukte, psychologische Konzepte, Meinungen, Urteile, Wertungen und so weiter. Störfaktoren können Werkzeuge für uns sein. Sie können uns bei Entscheidungen helfen, uns durch unsere Realität navigieren, unsere Gefühlslage mitbestimmen…. Aber: Sie sie werden in unserem Kopf immer wieder erfunden. Sie sind niemals real! 

Stell dir mal folgende Frage: Was würde mit dir, bei dir und um dich herum passieren, wenn du diese „Störfaktoren“ in deinem Leben zwar benutzt, aber nicht mehr als real ansiehst? 

Ich will dich nicht verunsichern, aber sei dir gewiss: Alles was du jetzt in deinem Kopf gerade hast, wurde irgendwann in deinem Kopf erfunden. Warum? Weil es damals deinem Gehirn als nützlich erschien diese Verbindungen zu knüpfen. Ein erfundenes Schauspiel in deinem Kopf. Damals hat es dir sicherlich geholfen. Aber jetzt? Störfaktoren? Störfaktoren, die dich daran hindern, die Realität um dich herum zu erfahren? Was ist wenn du diese Störfaktoren jetzt fallen lässt? Was würde mit dir passieren? Freiheit? Stärke? Verwirrung? Unsicherheit? 

Als ich in dieser Nacht über meine sozialen Bekanntschaften nachdachte, war ich in meinem Film gefangen. Ich fühlte mich, als ob ich wirklich über die Realität nachdachte. In Wirklichkeit aber, erlebte ich nur das Schauspiel meiner Denkprozesse. 

Als ich dann bemerkte, dass ich gerade mein Gedankenspiel als Realität akzeptierte, musste ich lachen. Erst jetzt wachte ich aus diesem Spiel auf. Und genau in diesem „Aufwachen“ lag auch meine Freiheit, meine Stärke und meine innere Kraft. Auf einmal fühlte ich mich entspannt, locker und klar. Ich schlief wie ein Baby, weil ich genau wusste, dass diese Gedanken (dieser Film, dieses Schauspiel) 100% illusorisch sind.  

Es ist immer wieder faszinierend und lustig zu bemerken, wie stark unsere Gedanken uns die Realität vorgaukeln können. Und in den meisten Fällen merken wir dies noch nicht mal… :) Aber: Sobald wir feststellen, dass unsere Realität nichts anderes ist, als eine Scheinwelt, können wir uns wieder mal umschauen und bemerken, wie toll diese Welt eigentlich ist. Wie viel es zu entdecken und zu erfahren gibt. In diesem Moment können wir wieder mal Kinder sein und alles um uns herum mit Faszination, Neugier und Wunder betrachten. 

Merke dir: Deine Gedanken sind nützliche Illusionen. Keine Repräsentationen der Objektivität. Du kannst ihnen folgen, musst du aber nicht. Du kannst ihnen glauben, musst du aber nicht. Du kannst sie als dein Eigenes akzeptieren, musst du aber nicht. Du kannst ihnen vertrauen, musst du aber nicht. Du hast immer die Wahl! Wähle weise! 

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Bist du neugierig geworden und möchtest auch aus diesem „Spiel“ aufwachen? Hier ist deine Chance. Starte die Meditation-Challenge diesen Montag mit einer tollen Gruppe und schau einfach mal, ob dies etwas für dich ist. Hier geht’s zur kostenlosen Anmeldung.
 
Bis nächste Woche. Fühl dich umarmt, 
Andrej 

P.S. Jeden Donnerstag Morgen findest du hier einen neuen Beitrag. Die Inhalte meiner Blogartikel repräsentieren die individuellen Einsichten und Erfahrungen aus meinem Leben, aber auch meine Erkenntnisse und mein Wissen aus den Bereichen Coaching, Psychologie und Meditation. Ich habe dabei nie den Anspruch, dass meine Wahrheit auch deine sein muss! Mein Tipp: Nimm dir einen positiven Impuls für dein Leben heraus und verwerfe den Rest. Es geht hier schließlich um dich! Du weißt am besten, was dir gut tut ;)


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