Nutze deine Scham für eine tiefere Verbindung mit deinen Mitmenschen

Wofür schämst du dich? Ist dies eine zu persönliche Frage? Scham ist eines der Themen, über die wir viel zu selten sprechen und oft ist es eines der Gefühle, die wir am liebsten nicht wahrhaben wollen. „Ich habe keine Scham“, sagen manche in der Hoffnung, sie nie wieder spüren zu müssen. 
Aber was ist Scham eigentlich? Scham ist das Gefühl: „Irgendetwas stimmt nicht mit mir.“ Scham ist der Gedanke: „Ich bin nicht genug.“ Scham ist die innere Einstellung: „Ich bin wahrer Liebe nicht würdig.“ 

Brené Brown, eine der führenden Scham-Forscherinnen, sagt: „We have 50 years of data that show us: The only people who don’t experience shame have no capacity for human empathy or connection“ 

Wir empfinden also (fast) alle Scham. Scham verbindet uns. Wie? Durch Empathie! Scham wächst exponentiell und zerstört durch Verurteilung, Geheimhaltung und das Nicht-Ansprechen jede Verbindung. Empathie dagegen löst Scham auf und schafft tiefe Verbindung. 

Scham überlebt nicht in einem Umfeld voller Empathie, Teilnahme und Austausch. Andrej Uhrich

Wie äußerst sich Scham? Scham spricht auf zwei Wegen zu uns: 
• Ich bin nicht … genug! 
• Wer glaubst du, wer du bist? 

Die „…“ im ersten Satz kannst du nach Belieben durch verschiedene Eigenschaften ersetzten. Schau mal, was in dir auf Resonanz stößt. Just for fun. Setze dafür die folgenden Wörter ein: hübsch, stark, sympathisch, reich, männlich, weiblich, liebevoll.
Was fühlst du? Das, was du gerade fühlst, ist womöglich Scham. 

In diesem Zusammenhang sehen wir auch ein Phänomen in unserer Gesellschaft. Scham ist für viele ein Antrieb, um „genug“ zu werden. „Wenn ich erst einmal genügend Geld verdiene, schlanker bin, hübscher bin, eine Granate im Bett bin, dann…!“ 
Wer dieses Konzept verfolgt, lebt in einer Illusion, und obwohl womöglich die Mehrheit weiß: „Nichts auf dieser Welt kann mich genug machen.“, streben immer noch zu viele Menschen nach diesem „Bald-werde-ich-genug-sein“-Ziel.

Genauso, wie an einem Kirschbaum keine Äpfel wachsen können, kannst auch du nicht, nicht genug sein. Deine Vollkommenheit ist dir angeboren. Sie ist Teil des Systems. Arbeite also nicht so hart, um unvollkommen zu sein. Lerne, wachse, lebe, erfahre und weine. Kurzum: Spiele! Aber nicht weil du dir erhoffst, bald endlich genug zu sein, sondern weil diese Spielwiese zum Leben gehört. 



Was ist aber mit der Scham? Müssen wir mit ihr leben? Ja! Aber wir müssen uns von ihr nicht leiten lassen. Merke dir: Empathie, Verbindung und das Teilen sind ein schlechter Nährboden für Scham.
Mein Tipp: Teile dich mit! Teile ein Geheimnis mit jemandem, dem du vertraust und schaue, was passiert. Teile zum Beispiel etwas, was du normalerweise niemals beim ersten Date sagen würdest, sondern eher an einem Sonntag aneinander gekuschelt im Bett, nachdem ihr das ganze Wochenende zusammen verbracht habt. 

Ein Schampunkt von mir war lange (und ist immer noch ein bisschen) meine Hyperhidrose. Also fing ich an darüber zu schreiben, anderen Menschen mit Hyperhidrose zu helfen und offen darüber zu sprechen. Und siehe da. Die Scham löste sich auf. 

Teile dich. Entblöße dich. Verbinde dich. Denn Scham überlebt nicht in einem Umfeld voller Empathie, Teilnahme und Austausch. 

Die ersten Schritte sind schwierig. Ich weiß. Aber es wird leichter. Versprochen! 

Mit Liebe und nur das Beste, 
Andrej 

P.S. Jeden Donnerstag Morgen findest du hier einen neuen Beitrag. Die Inhalte meiner Blogartikel repräsentieren die individuellen Einsichten und Erfahrungen aus meinem Leben, aber auch meine Erkenntnisse und mein Wissen aus den Bereichen Coaching, Psychologie und Meditation. Ich habe dabei nie den Anspruch, dass meine Wahrheit auch deine sein muss! Mein Tipp: Nimm dir einen positiven Impuls für dein Leben heraus und verwerfe den Rest. Es geht hier schließlich um dich! Du weißt am besten, was dir gut tut ;)


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