Mein bester Tipp bei einem Durchhänger!

Hallo, ihr Lieben! :)

Vor ein paar Jahren war ich an der Spitze meiner Leistungskraft. Damals wollte ich austesten, was mein Körper und Geist im Stande waren. Es war ein Experiment, welches mir viel Spaß bereitete.

Nach zahlreichen Recherchen, etablierte ich gewisse Routinen in meinen Alltag. Diese sollten mir mehr Energie, Motivation und Selbstvertrauen bringen. Es funktionierte! Ich stelle auch meine Ernährung um, damit mein Körper besser mit den Herausforderungen des Alltages umgehen kann. Ich machte regelmäßig Sport, ich ging in die Sauna und kaufte mir verschiedene Naturheilmittel, um meinen Körper und Geist weiter zu stärken. Und natürlich meditierte ich jeden Tag mehrmals :)

Mein Konzept ging auf. Ich war in der Tat nicht nur fleißiger, sondern auch besser gelaunt. Mein Schlaf verbesserte sich, mein Körper wurde athletischer und ich nahm neue Projekte an, an die ich mich früher nicht getraut habe. Alles lief top! Die neuen Gewohnheiten etablierten und festigten sich und ich staunte über meine Fortschritte.

Doch dann nach ein paar Monaten, erlaubte ich mir hier und da eine Süßigkeit. Ich schlief ab und zu etwas länger. Ich machte weniger Sport und setzte meine Meditation aus. Ich ging mehr aus und achtete weniger auf meine Routinen. Die Konsequenz? Ich fühlte mich schlechter und schaffte weniger. In dieser Situation war ich unzufrieden mit mir selbst. Dies war der Beginn meines Durchhängers. Wie ich damit umging und was ich daraus gelernt habe, möchte ich euch heute aufzeigen.

Meine erste Einsicht war: Durch meine neuen Routinen, erfuhr ich ein neues Lebensgefühl. Dieses Lebensgefühl brachte mich näher an mein (bewusst oder unbewusst kreiertes)“ideales Ich“. Ich fühlte mich euphorisiert, weil auf einmal so vieles möglich wurde. Die Zukunft sah rosig aus. Jetzt, während meines Durchhängers, entfernte ich mich aber wieder von diesem „idealen Ich“ und dies gefiel mir gar nicht! Ich war irgendwie paralysiert und meine alten Gewohnheiten tauchten wieder auf.

Während eines Durchhängers entferne ich mich von meinem „ideal Ich“!Andrej Uhrich

Um mit der eigenen Unzufriedenheit besser umzugehen, fing ich an (unbewusst) nach „gedanklichen Erklärungen“ und „Lösungsstrategien“ zu suchen. Hier ein paar Beispiele: “

„Diese Woche entspanne ich mich nochmal so richtig, aber nächste Woche geht es dann wieder richtig los. Jeder Mensch braucht mal Erholung vom Wachstum.“
„Vielleicht entstand die Situation, wegen dem ganzen Stress mit meinem Mitbewohner!? Sobald dieser behoben ist, starte ich wieder durch.“
„Vielleicht habe ich doch nicht das gewünschte Potential in mir, von dem ich ausging!?“
„Vielleicht bin ich doch nicht so stark, wie ich dachte!? Vielleicht sollte ich kürzer treten!?“
„Vielleicht brauche ich eine neue Strategie, ein neues Konzept oder neue Lehrer, um wieder meine alte Form zu erlangen.“

Nun, durch diese gedanklichen Argumentationen fühlte ich mich zwar im Moment besser, weil ich dachte auf eine Lösung hinzuarbeiten, aber ein Teil in mir wusste, dass diese „Selbstgespräche“ nur eine Farce sind. Sie geben uns zwar ein Gefühl vom „Weiterkommen“, aber eigentlich wissen wir, dass dies nur gedankliche Spielereien sind. Sie lenken uns von der jetzigen Situation ab. Wir fühlen die jetzige Situation weniger und sind mehr auf unsere gedanklichen Vorgänge konzentriert. Schließlich brauchen wir eine Erklärung, oder?

Nun, ich glaube, je mehr wir kopflastig werden, desto mehr entfernen wir uns von der aktuellen Situation. Wir treten mehr in unsere Gedankenwelt, anstatt mit der gegenwärtigen Situation bewusst umzugehen. In Wirklichkeit fliehen wir also und entfernen uns von dem Moment.

Was war also meine Lösung? Ich beschloss nicht zu fliehen, sondern den Moment zu umarmen. Ich akzeptiere die Situation radikal und verstrickte mich nicht mehr in gedankliche Ausflüchte und Erklärungen. Ich akzeptierte meinen Alltag nicht als „Fehler“,“Durchhänger“ oder „Ausnahme“, sondern als mein Leben! Dies bin ich und dies ist mein Leben! Ich kämpfte nicht mehr, sondern begrüßte dieses Leben zu 100%.

Dies ist ein schwieriger Schritt. Denn es kann dein Selbstbild untergraben. Dies kann viele Ängste und Unsicherheiten hervorrufen. Dies kann dich emotional aus den Fugen bringen, da du nicht mehr versuchst dein Selbstbild und Realitätsbild so anzupassen, damit es mit deinen wirklichen Leben übereinstimmt. Nein! Du lässt dich einfach fallen und akzeptierst alles (wirklich alles) auf diesem Weg! Wenn du keine Angst in diesem Prozess hast, dann machst du etwas falsch. ;)

Nach ein paar Tagen der 100% Akzeptanz, beruhigte ich mich und ergab mich dem Alltag. Angst, Trauer und Selbstzweifel waren hoch. Zu meiner Überraschung erwachte aber zeitgleich auch meine Experimentierfreude. Der Funke, den ich dachte verloren zu haben, erwachte wieder! Warum? Nun, ich glaube erst jetzt erkannte ich ganz natürlich, dass dieses neue Leben doch nichts für mich ist. Mein Innerstes suchte schon nach der nächsten Herausforderung, denn der „Durchhänger-Alltag“ wurde (nachdem ich für mich beschlossen habe:“Dies ist mein Leben“), schnell langweilig. Erst nachdem ich losgelassen habe, kam mein inneres Feuer wieder zum Vorschein.

Mein Leben veränderte sich dann wieder drastisch. Ich ging nicht zurück, sondern etablierte für mich neue Routinen, startete neue Projekte und strebte weiter; freudiger und energetischer als je zuvor.

Ich habe damals für mich erkannt, dass ich zwar ein „genüssliches“ Leben (lange Schlafen, süßes Essen, viel Ausgehen etc.) führen kann, mich dieses Leben aber nicht wirklich erfüllt. Warum es also leben? Erst nachdem ich die ganzen „Selbstgespräche“,“gedankliche Ausflüchte“ und „Erklärungen“ losgelassen habe und dieses „genüssliches“ Leben als mein Leben akzeptiert habe, konnte ich klar, entspannt und deutlich wahrnehmen, dass so ein Alltag mich nicht erfüllt.

Ich brauchte keine „Extra-Motivation“, keine Affirmationen, keine ausgeklügelte Strategie. Alles was ich brauchte war: „Bewusstheit und Akzeptanz.“ Ich brauchte keine Erklärungen zu finden, um meinen Alltag als „unwahr“ oder „einen Fehler“ abzuwerten.

Durch „Bewusstheit und Akzeptanz“ umarmst du den Moment (deinen Durchhänger) und fühlst alles was damit verbunden ist. Du urteilst nicht, du vergleichst nicht und du rationalisierst auch nicht weg, sondern du lebst deinen (Durchhänger-) Alltag. Du beobachtest, welche Gefühle du erfährst. Du beobachtest, welche Signale dir dein Körper gibt. Du fühlst währenddessen in dich hinein. Du läufst nicht weg!

Ich glaube an die Intelligenz unseres Systems und jede Person wünscht sich ein erfülltes und glückliches Leben. Sobald du deinen (Durchhänger-) Alltag 100%ig akzeptiert und lebst, wirst du in dir etwas merken, das mehr möchte. Vielleicht reagierst du nicht sofort, aber solange du bewusst bei dir bleibst, wirst du merken, wie diese Stimme immer lauter wird.

Wenn du dann anfängst auf diese Stimme zu hören, wirst du feststellen, wie sich dein Alltag automatisch verändert. Dies ist dein innerste Potential, dass dich antreibt. Jetzt könntest du dich wieder in deine „Selbstgespräche“ und „Erklärungen“ flüchten und diese Stimme ersticken. Oder du könntest dieses Gefühl beibehalten. Lass dich von diesem Potential (Stimme, Funke, Feuer etc.) führen und schau mal, wo du letztendlich hinkommst.

Der Weg aus dem Durchhänger heraus muss also nicht besonders „clever“ sein. Du musst nur den Moment zu 100% akzeptieren und dir bewusst immer wieder die Frage stellen: „Ist das, was ich gerade lebe, wirklich das, was ich ehrlich will?“. Wenn du die Frage mit „Ja“ beantworten kannst, dann ist alles gut.

Wir haben alle ein Bestreben um zu wachsen, neues auszuprobieren und unseren Horizont zu erweitern. Dabei ist diese „Horizont-Erweiterung“ für jede Person individuell. Nur du allein weißt, ob das Leben, was du gerade führst dich erfüllt. Sei ehrlich zu dir. Belüge dich nicht. Akzeptiere alles! Vielleicht wirst du dich anfänglich schlecht fühlen, aber dies ist der Weg zur wirklichen (nachhaltigen) Veränderung. Erst durch 100%ig Akzeptanz deines jetzigen Lebens, kannst du deinem inneren System das „Startzeichen“ geben, mehr auf dein Potential zu hören.

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Bist du neugierig geworden und möchtest dich auch gerne weiterentwickeln? Hier ist deine Chance. Starte die Meditation-Challenge diesen Montag mit einer tollen Gruppe und schau einfach mal, ob dies etwas für dich ist. Hier geht’s zur kostenlosen Anmeldung.

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig inspirieren mit diesem Blog-Artikel.

Fühl dich umarmt.

Liebe Grüße
Andrej

P.S. Jeden Donnerstag Morgen findest du hier einen neuen Beitrag. Die Inhalte meiner Blogartikel repräsentieren die individuellen Einsichten und Erfahrungen aus meinem Leben, aber auch meine Erkenntnisse und mein Wissen aus den Bereichen Coaching, Psychologie und Meditation. Ich habe dabei nie den Anspruch, dass meine Wahrheit auch deine sein muss! Mein Tipp: Nimm dir einen positiven Impuls für dein Leben heraus und verwerfe den Rest. Es geht hier schließlich um dich! Du weißt am besten, was dir gut tut ;)


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